Reifendruck-Guide

Was ist der richtige Reifendruck?

Der richtige Reifendruck steht auf einem Aufkleber im Türrahmen des Fahrers (oder manchmal am Tankdeckel) — nicht auf der Reifenflanke. Die Flankenangabe ist der maximale Kaltfülldruck, nicht der empfohlene Betriebsdruck. Die meisten Pkw fahren mit 2,1–2,5 bar (30–36 PSI / 207–248 kPa) kalt. Immer prüfen, wenn der Reifen kalt ist (< 3 km gefahren).

FAQ

Was ist der richtige Reifendruck?
Der richtige Reifendruck steht auf einem Aufkleber im Türrahmen des Fahrers (oder manchmal am Tankdeckel) — nicht auf der Reifenflanke. Die Flankenangabe ist der maximale Kaltfülldruck, nicht der empfohlene Betriebsdruck. Die meisten Pkw fahren mit 2,1–2,5 bar (30–36 PSI / 207–248 kPa) kalt. Immer prüfen, wenn der Reifen kalt ist (< 3 km gefahren).
Was sollte ich vor der Nutzung dieser Information prüfen?
Nutze TireFitLab als Größenreferenz und prüfe danach Fahrzeughandbuch, Reifendruckschild, Felgenkompatibilität, Traglast und Freigängigkeit.

Schritte

  1. Datenquelle prüfen Lies die Angaben auf der Reifenflanke, im Fahrzeughandbuch und auf dem Türschild, bevor du Werte vergleichst.
  2. Mit Fahrzeug und Felge abgleichen Prüfe Größe, Tragfähigkeit, Geschwindigkeitsindex, Felgenbreite und Freigängigkeit gemeinsam statt jeden Wert isoliert.
  3. Vor der Montage verifizieren Lass unsichere Kombinationen oder sichtbare Schäden von einer qualifizierten Reifenwerkstatt prüfen.

Wo du den empfohlenen Reifendruck findest

Umrechnung der Druckeinheiten

Einheit Voller Name Typischer Pkw-Bereich Hinweise
PSI Pfund pro Quadratzoll 30-36 PSI Standard in den USA und im Vereinigten Königreich
bar Bar 2.1-2.5 bar Standard in Europa
kPa Kilopascal 207-248 kPa 1 bar = 100 kPa

Schnelle Umrechnung: 1 bar = 14.504 PSI = 100 kPa . Also entsprechen 2.3 bar = 33.4 PSI = 230 kPa.

Folgen von falschem Reifendruck

Zustand Profilverschleiß Kraftstoffverbrauch Fahrverhalten Risiko
Richtiger Druck Gleichmäßig über die gesamte Breite Optimal Normal Kein besonderes Risiko
Zu niedriger Druck Starker Verschleiß an den äußeren Schultern Bis zu 3 % schlechter pro 10 PSI zu wenig Träge Lenkung; Aquaplaning-Risiko Überhitzung, Flankenschaden, Reifenplatzer
Zu hoher Druck Starker Verschleiß in der Profilmitte Etwas geringerer Rollwiderstand Harter Lauf; weniger Grip Höhere Anfälligkeit für Stoßschäden

Temperatur und Druck: die 1-PSI-Regel

Der Reifendruck ändert sich ungefähr um 1 PSI (0.07 bar) je 10 °C Änderung der Umgebungstemperatur. Deshalb können Reifen, die im Sommer korrekt befüllt waren, im Winter eine TPMS-Warnung auslösen.

Temperaturänderung Druckänderung
+10 °C +~1 PSI (+~0.07 bar)
-10 °C -~1 PSI (-~0.07 bar)
Sommer -> Winter (-20 °C) -~3 PSI (-~0.2 bar)

Prüfe und korrigiere den Druck zu Beginn jeder Saison und nach jeder deutlichen Temperaturänderung von 10 °C oder mehr.

TPMS - Reifendruckkontrollsystem

TPMS ist bei allen Neuwagen in der EU seit 2014 und in den USA seit 2008 vorgeschrieben. Die Warnleuchte, ein Reifenquerschnitt mit Ausrufezeichen, leuchtet, wenn ein Reifen 25 % oder mehr unter dem empfohlenen kalten Druck liegt.

So prüfst und befüllst du richtig

  1. Bei kalten Reifen prüfen: mindestens 3 Stunden geparkt oder weniger als 3 km gefahren.
  2. Ventilkappe entfernen und einen kalibrierten Reifendruckprüfer fest auf das Ventil drücken.
  3. Messwert mit dem Aufkleber im Türrahmen vergleichen. Bei zu niedrigem Druck Luft nachfüllen; bei zu hohem Druck über den Ventilstift ablassen.
  4. Nach dem Befüllen erneut prüfen; Kompressoren füllen oft etwas zu viel ein.
  5. Ventilkappe wieder montieren. Für alle vier Reifen und das Reserverad wiederholen.

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